Die Wunderbohne
.
Die Sojabohne trägt diesen Namen, auch was ihre Wirkung gegen eine Vielzahl von
Zivilisationskrankheiten betrifft, zu Recht. Die Inhaltsstoffe von Soja wirken u.a. gegen : Herzerkrankungen,
Wechseljahresbeschwerden, Krebs, Osteoporose.
Über Soja gibt es eine grosse Anzahl von Untersuchungen.
Im folgenden haben wir einige Informationen für Sie
zusammengefasst:
Das Risiko einer Herzerkrankung kann durch regelmässigen
Konsum von Soja reduziert werden. Zum einen erreichen Sie positive Effekte
indem Sie cholesterin - und fetthaltige Bestandteile
der Ernährung durch Sojaprodukte ersetzen. Essen Sie weniger tierische Produkte
und nehmen mehr pflanzliches Eiweiss auf. Soja gilt
als hochwertigste pflanzliche Eiweissquelle, ist
dabei völlig frei von Cholesterin und hat einen hohen Anteil an
"gesunden" ungesättigten Fettsäuren, darunter auch die wertvollen
Omega-3 Fettsäuren.
Doch nicht nur durch diesen Substitutionseffekt erreichen Sie eine positive
Wirkung.
Soja kann mehr: In einer Zusammenfassung von 38 medizinischen Studien konnte
die Cholesterin senkende Wirkung der in der Sojabohne enthaltenen Bestandteile
nachgewiesen werden. (Anderson,1995)
Es ist vor allem das hochwertige Sojaprotein, das alle essentiellen Aminosäuren
enthält, dem man diese Wirkung zuschreibt. Doch auch die Isoflavone
(Phytoöstrogene) und Ballaststoffe tragen zu dieser
Wirkung bei. Die Studien belegten eine durchschnittliche Reduktion des
schädlichen LDL Cholesterin um 13%. Besonders beachtlich ist dies, da man
vermutet, dass jede einprozentige Senkung des Cholesterinspiegels das Risiko
einer Herzerkrankung um 2-3% senkt.
Es gibt viele Hinweise dafür, dass die Inhaltsstoffe der Sojabohne wirksam
gegen Krebs sind.
Krebs ist in den westlichen Industriestaaten eine der häufigsten Todesursachen.
Etwa ein Drittel aller Krebserkrankungen wird auf eine falsche Ernährung
zurückgeführt. In asiatischen Ländern, in denen Sojaprodukte Bestandteil der
täglichen Ernährung sind, liegt die Krebsrate weit unter der
westlicher Staaten. In verschiedenen wissenschaftlichen Studien konnte
ein Zusammenhang zwischen vermehrtem Sojakonsum und verringertem Krebs Risiko
nachgewiesen werden. Dies trifft vor allem auf hormonbedingte Erkrankungen wie
Prostata - und Brustkrebs zu.
Soja enthält 5 verschiedene Anticarcinogene, darunter
die vieldiskutierten Isoflavone (Phytoöstrogene),
die als Antiöstrogene wirken und somit Krebs verhinderndes Potenzial haben. Ein
zu hoher Östrogenspiegel wird nämlich mit erhöhtem Brustkrebs risiko in Zusammenhang gebracht. Isoflavone
haben auch eine schützende Wirkung gegen Erkrankungen der Prostata. Auch diese
Erkenntnis wird durch Vergleiche der Anzahl der Prostatakrebsfälle in Asien und
Europa gestützt.
Es gibt drei verschiedene Isoflavone in der
Sojabohne: Genistein, Daidzein
und Glycitein.
über Genistein wurden seit 1986 über 200
wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Die anticarcinogene
Wirkung dieses Stoffes konnte bei einer Vielzahl von Krebsarten nachgewiesen
werden. Genistein wirkt hemmend auf die Entstehung
von Enzymen, die das Wachstum von Krebszellen hervorrufen können und setzt
damit an einem ganz fundamentalen Prozess der Krebsentstehung an.
Auch bei der Linderung von Wechseljahresbeschwerden kann Soja erfolgreich
helfen. Neben ausreichender körperlicher Bewegung und genügend Entspannung ist
gerade eine angepasste Ernährung für das Wohlbefinden während der Menopause
wichtig. Die in Soja enthaltenen Isoflavone helfen
den Abfall des Hormonspiegels während der Wechseljahre auszugleichen. Schon mit
2 Gläsern Sojamilch täglich nimmt man 50mg Isoflavone
auf.
Osteoporose bewirkt einen Verlust von Knochenstärke und -masse. Über 10%
der amerikanischen Bevölkerung ist davon betroffen, besonders Frauen nach der
Menopause. Die Aufnahme tierischer Proteine kann zu einem Entzug von Kalzium
aus den Knochen führen . Proteine aus der Sojabohne
haben keine vergleichende Wirkung . Im Gegenteil : Soja kann auch bei der Prävention dieser
Krankheit auf natürliche Weise helfen. Einer amerikanischen Studie zufolge
wiesen Frauen mit verstärkter Sojadiät eine signifikante Verbesserung der
Knochenstruktur auf. Auch hier geht man davon aus, dass diese Wirkung erzielen.
Die wichtigsten
Inhaltsstoffe der Sojabohne
Proteine
Fett
Mineralstoffe
Vitamine
Lezithin
Ballaststoffe
Isoflavone
Soja ist eine hervorragende pflanzliche Protein - Quelle, die alle essentiellen
Aminosäuren -die Bausteine der Proteine- sind
enthalt.
Der Anteil an ungesättigten, also für die Gesundheit wertvollen Fettsäuren ist
besonders hoch. Auch Omega-3 Fettsäuren kommen in Soja in wirksamen Mengen vor.
hoher Anteil an Kalium, Phosphat, Magnesium und Calcium. Auch Eisen, Fluor und
Mangan sind enthalten.
Vitamine der B-Gruppe (ausser B12) und Vitamin E.
fordert Darm - und Herz Gesundheit
sog. pflanzliche Östrogene, auch: Phytoöstrogene. Es
gibt keine andere Pflanze, die einen vergleichbar hohen Gehalt an Isoflavonen hat. Etwa 30mg sind in einem Glas (300ml)
Sojamilch enthalten. Isoflavone wirken im Körper als
schwaches Östrogen und mildern u.a. Beschwerden der
Wechseljahre.
Quellen
Frankhänel, Sabine. Soja und Gesundheit. Ernährungs-Umschau47
(2000) Bernell, E.Baldwin. Soy - Hype or HealthThe journal of health and
healing3 (2000) Harvard Heart Letter(1998) Anderson, J.W.,Johnstone, B.M., and
Cook-Newell,M.E., Meta - analysis of the effects of soy protein intake on serum
lipids.New England Journal of Medicine 333 (1995)